Meeres-Gold für den Umsatz
Der Nordkurier schrieb am 18.06.2009
Behutsam legt Grit Rutloff einen vorgewärmten Bernstein auf die Stirn von Daniela Henning. Eine Einstimmung auf die Massage, die die Energie des Steins auf den Körper übertragen soll, wie die Spa-Mitarbeiterin im Selliner Hotel Bernstein erklärt. "Durch die Reibung entsteht Wärme, die Energie kann fließen, Blockaden werden gelöst", sagt Grit Ruttloff. Dann nimmt sie Sanddornöl zur Hand und lässt zwei Bernsteine abwechselnd über Beine, Arme, Bauch und Rücken der jungen Frau kreisen.
Diese Anwendung gehört zu den Besonderheiten des Hotels, bei dem der Name Programm ist: Bernstein-Peeling, Bernstein-Massage, Bernsteingrotte mit Dampf- und Sprühregen - das gesamte Spa ist in warmen Goldgelb-Tönen gehalten und trägt den lateinischen Namen des Steins: Ambra. "Damit haben wir ein einzigartiges Angebot geschaffen, das stark nachgefragt wird, sagt Thomas Dorissen, Geschäftsführer des Hotels. Die Steine bezieht er von einem Händler vor Ort.
Auch sonst arbeiten die sieben Angestellten in dem 750 qm großen und zertifizierten Wellness-Bereich des Hotels mit heimischen Produkten wie Kreide und Sanddorn. Ein Konzept, das aufgeht, wie Dorissen berichtet. Bernstein, das Gold des Meeres, ist offenbar auch Gold wert für das gesamte Hotel. Seit der Eröffnung der großen Wellness-Oase vor drei Jahren sei sowohl die dortige Auslastung als auch der Gesamtumsatz des Hauses deutlich im zweistelligen Bereich gestiegen, bilanziert der Geschäftsführer: Früher war das Hotel demnach ein Saisonbetrieb mit einer Handvoll Mitarbeiter im Winter. "Jetzt sind es 30 Festangestellte plus 15 Saisonkräfte im Sommer." ...









