Sellin auf Rügen - Geschichte - hier finden Sie weitere Infos

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Geschichte des Ostseebades Sellin auf der Insel Rügen

© Kurverwaltung Sellin aus der Luft © Kurverwaltung Sellin aus der Luft

Ostseebad Sellin auf Rügen - ein Paradies für Naturliebhaber

Das Ostseebad Sellin auf Ruegen besteht neben dem eigentlichen Ortskern aus verschiedenen Ortsteilen mit interessantem geschichtlichen Hintergrund:

Die Zauberworte für den ruheliebenden Naturfreund lauten: Altensien, Moritzdorf, Seedorf und Neuensien - kleine Dörfer in Uferlage zwi­schen dem Selliner – und Neuensiener See. Die Ostseebäder Binz, Göhren und Baabe befinden sich nur jeweils ein paar Autominuten entfernt. Gäste sollten im Urlaub auf Rügen schon ein paar Nächte Mindestaufenthalt planen, denn Rügen ist so groß das man mindestens 4 Wochen benötigt um die Insel kennen zu lernen.

Seedorf entstand 1810 und entwickelte sich rasch zu einem Dorf der Seefahrer.  Im Gasthof feierten die Kapitäne so man­ches rauschende Fest während der Zeit der Winterlage. Auch der Tonnenbund veranstaltete seine berühm­ten Tonnenfeste und kürte da­bei den Tonnenkönig, der etwas galt im Dorf. Den Brauch hatten See­fah­rer vom Darss in ihre neue Heimat Rügen mitgebracht. Von 1860 bis 1926 wurde im großen Stil an der Lanckener Beek der Segelschiffsbau be­trieben. Seefahrer bestimmten lange Zeit die Insel, auf dem Mönchgut waren es vor allem die Lotzen, die die Schiffahrt auf Rügen prägten. Auf der Halbinsel Wittow ist das Örtchen Breege als das Kapitänsdorf von Rügen bekannt. Mit Beginn des 20 Jahrhunderts entwickelte sich Sellin zum Badeparadies, zeitgleich mit den Orten Göhren und Binz begann im Süd Osten der Insel Rügen der Bau von ersten Beherbergungshäusern, die man als Pension oder Hotel bezeichnete.

Im Laufe der Zeit ist Seedorf mit Neuensien (urkundlich erst­mals 1318 als Nova-Swertzin erwähnt) zusammen gewachsen. Wer hier Urlaub macht, erfreut sich an den mit Schilfrohr gedeckten al­ten Häusern. Unsere heimischen Fischarten werden frisch gefan­gen und traditionell zubereitet in den kleinen Landgaststätten angebo­ten.

1841 legte der Fürst zu Putbus  das Dorf Moritzdorf an. Seit über 100 Jahren thront das Ausflugslokal „Moritzburg“ hoch auf dem Berg über dem Dorf. Von hier aus genießen die Besucher eine weite Sicht über das Mönchguter Land. Wer die Baaber Beek über­queren will benutzt  seit 1891 die Ru­derfähre. Früher bekam der Fährmann durch einen Klingelzug das Signal zum „överholen“.

Vor­bei am sagenumwobenen Goldbusch, einem Großsteingrab aus der Jungsteinzeit, gelangt man nach Altensien (urkundlich erstmals 1318 als Antiqua Swertzin erwähnt).

Alte Einwohner deuten den Namen als: »den Ollen sien«, also »dem Alten seins«. Das Dorf besitzt mit dem »Zuckerhut« das älteste Haus in der Umgebung. Der Name leitet sich von der hohen und spitzen Dachform aus dem 18. Jahrhundert ab. Am westlichen Ortsausgang befindet sich der Müh­lenpark mit einer kleinen Bockwind­mühle und einer Ausstellung zur Müh­lengeschichte Rügens. Heute wird die Insel Rügen zunehmend durch den Bau von Ferienwohnungen und Ferienhäusern geprägt.

Quelle: dieser Text wurde uns zur Verfügung gestellt von Gerhard Parchow. Besuchen Sie ihn im Museum Seefahrerhaus